Amsterdam Travel Guide #kimaufreisen

„Holland ist die geilste Stadt der Welt“

… sangen einst die 257ers. Ob ich ihre Meinung teile lest ihr in den folgenden Zeilen. Achtung, eine kleine Bilderflut hat sich eingeschlichen. Alle Bilder habe ich übrigens mit meiner geliebten Olympys Pen E-PL7 geschossen (Nein, das ist keine Produktplatzierung – schön wär’s).

Vor kurzem waren Chris und ich in Holland, besser gesagt im sagenumwobenen Amsterdam. Einfach mal zwei Tage Auszeit vom (verkrebsten) Alltag genießen. Während Chris schon zum dritten mal da war, war es für mich der erste Besuch in dieser wunderschönen Stadt. Sowieso habe ich das Gefühl, dass so gut wie jeder Mensch, außer ich, schon da war und dass Amsterdam eine Stadt ist, die man einfach lieben muss.

Also gut, auf auf in unser kleines Abenteuer. Los ging die Reise, bzw. die klassischen Vorbereitungen die vorher standardmäßig zu erledigen sind. Gesucht und gebucht hatte ich unser Hotel über Booking.com. Darüber erschrocken, dass die Preise, für relativ simpel ausgestattete Zimmer (aufgrund der Feiertagszeit u.a. der „Königstag“ in Amsterdam) so mega teuer waren, hatte ich natürlich auch bei Airbnb nach einer passenden Unterkunft geschaut, aber leider waren die Unterkünfte dort in den meisten Fällen sogar noch teurer als die Hotels, daher fiel die Entscheidung relativ einfach, dass wir unter diesen Voraussetzungen genauso gut ein Hotelzimmer buchen könnten.

Da bereits viel ausgebucht war (hier also mein erster Tipp: versucht am besten so lange wie nur geht im vorraus zu buchen, denn je kurzfristiger, umso teurer. Ich hatte übrigens ca. 6 Wochen im Voraus gebucht und es war trotzdem extrem teuer), blieb mir also nichts anderes übrig als das Angebot wahr zu nehmen was noch übrig und inkl. Frühstück war. Nach ein paar Vergleichen, entschieden wir uns für das ansprechende Bridge Hotel in sehr guter Lage. Mit ca. 230€ pro Nacht, aber wahrlich kein Schnapper. Soweit ich weiß, ist dieser Wucherpreis aber nicht die Norm in diesem Hotel. Wer aber zu einer Zeit bucht wo aufgrund von Feiertagen viel los ist, muss damit rechnen, dass „Angebot und Nachfrage“ hier das Preisniveau bestimmen.

Unser Zimmer war groß, hatte ein gemütliches Bett, ein kleines Bad und einen tollen Balkon mit sagenhaftem Ausblick auf die Amsel. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie sehr ich mich über den Balkon gefreut habe – selbstverständlich haben wir beide Abende mit ein paar leckeren Naschereien und einem Gläschen Wein dort verbracht 😉

Angereist sind wir übrigens mit der Bahn. Ganz easy haben wir uns Freitag früh um 9 in die Bahn Richtung Osnabrück gesetzt, denn dort mussten wir einmal umsteigen um ans Ziel zu gelangen. Die Zugfahrt hat von Hamburg aus insgesamt um die 5 Stunden gedauert, was mit ein bisschen Reiseproviant (Sandwiches und Salat natürlich #madebyluderchris) der richtigen Spotify Playlist und etwas zu lesen (denn Internet war auf unserer Strecke nicht vorhanden) absolut gut auszuhalten war. By the way, hatte ich für uns zwei Plätze in der „ersten Klasse“gebucht (Gott, wie ich diese veraltete Unterteilung hasse) um, aufgrund des durch die Chemo erhöhten Infektionsrisikos, möglichst wenig Kontakt auf engen Raum mit anderen Menschen zu haben. Dies war bezahlbar und hat sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg 1 A geklappt. Alle vier Fahrten hatten wir ein Abteil für uns.

Gegen 14 Uhr sind wir dann in Amsterdam Central Station angekommen. Mit der Bahn hat die Fahrt zum Hotel auch nur wenige Minuten gedauert. Um sich in der Stadt schnell und easy fortzubewegen, empfehlen wir euch unbedingt ein Tagesticket zu kaufen. Dies war preislich im Rahmen und ihr könnt damit U-Bahn und Tram fahren. Da Amsterdam aber eine absolute Fahrradstadt ist, lohnt es sich auf jeden Fall auch Fahrräder zu mieten und die Stadt auf diese Art zu erkunden. Wir haben dies zwar nicht gemacht, wurden aber bestimmt ein Dutzend Mal fast über den Haufen gefahren, so Kamikazestylemäßig sind manche Radfahrer drauf. Das unserer Meinung nach beste Fortbewegungsmittel hingegen ist for free und garantiert gute Sightseeingmöglichkeiten, ich spreche von unseren zwei gesunden Beinen. Und die wurden bei unserem Wochenendtrip auch mehr als ausgiebig genutzt 🙂

Nachdem wir also im Hotel eingecheckt hatten, haben wir uns direkt auf den Weg in die (nicht sonderlich große) Innenstadt gemacht. Dort angekommen, sind wir erstmal einfach nur durch die zauberschönen Gassen geschlendert um die Stadt mit ihren unzähligen Brücken, die Menschen und die niedlichen Geschäfte auf uns wirken zu lassen. Chris hat natürlich den Fremdenführer übernommen und mir seine liebsten Orte gezeigt. Hach Leute, die Atmosphäre und das Flair dieser beliebten City hat mich schon nach kürzester Zeit in ihren Bann gezogen. Es stimmt was sie sagen, es liegt so ein ganz besonderes Gefühl in der Luft. Eine Mischung aus Entspannung, Frieden, Genuss und ganz viel Liebe – und vielleicht auch ein bisschen Gras. Fakt ist, ich hab mich schon nach wenigen Momenten total wohlgefühlt.

Die Stadt an sich, besticht durch ihre tolle und ganz besondere Architektur, die vielen Gassen und Wasserstraßen und die total relaxten Menschen die dort leben oder zu Besuch sind. Die Häuser sind alt, teilweise super krumm und schief, aber genau deswegen sehr interessant. Für mich Schlendrian und professionelle „in fremde Häuser Guckerin“ einfach genial. Ich liebe es durch die Straßen zu gehen und charmante Bauten anzuschauen.

Nachdem Chris mir also den Stadtkern gezeigt hat, sind wir ins Redlight District gegangen und haben uns das angeschaut, wofür Amsterdam unter anderem sehr bekannt ist – das Prostitutionsviertel. Für mich als Hamburgerin mit der Reeperbahn vor der Nase nichts schockierendes. Für Leute die noch nie leichtbekleidete Frauen in Schaufenstern gesehen haben, wahrscheinlich schon. Nächster Stop auf der To Do Liste: ab in die Coffeeshops der Stadt. Dort wollte ich schon immer mal hin! Wie nice ist es bitte, dass man in Amsterdam legal Gras rauchen darf? Ich mache ja kein Hehl daraus, dass ich (bzw. wir) gern rauchen. Jaa, das geht auch wenn man viel Sport macht (ok, das trifft an dieser Stelle aktuell wohl eher auf Chris zu.. ich will auch unbedingt wieder Kraftsport machen, wuäh!), einen gesunden Ernährungsstil pflegt und man sein Leben auch sonst wunderbar im Griff hat. Dieses Klischee, dass jeder der Gras konsumiert gleich ein PC süchtiger Assi, ohne Job und Perspektive oder sonstige Ambitionen ist, geht mir tierisch auf den Sack und kann ich absolut nicht bestätigen. Ich glaube es rauchen viiiiiel mehr Menschen aus sämtlichen Schichten da draußen ab und zu einen schönen Johnny um mal etwas vom stressigen Leben abzuschalten, als so manch einer von euch denkt. So viel dazu. Das wollte ich nur mal loswerden #nooffense #justsaying #peaceout.

Das Wetter war übrigens an beiden Tagen absolut schön. Den Freitag Nachmittag hatten wir also mit ganz viel durch die Gassen schlendern, Macarons (YUM! Hab noch nie so leckere Macarons vorher gegessen!), Pommes essen und dem Chillen in Coffeeshops verbracht. Gegen 19 Uhr sind wir dann ins Hotel gegangen, haben uns ein Stündchen ausgeruht und ein kleines Discoschläfchen gemacht, um dann nochmal loszuziehen und im The Butcher einen richtig leckeren (Veggie-) Burger und Pommes zu futtern. Große Empfehlung meinerseits! Als wir da saßen und unsere schmierigen Burger aßen, kamen immer wieder extrem schick gekleidete Leute rein, die durch eine geheime Tür hinter einer Wand, in einen noch geheimeren Club gelassen wurden. Im Nachhinein haben wir dann rausgefunden, dass es sich um einen DER Secret Clubs in Amsterdam handelte. Secret Clubs sind übrigens Discos oder Bars, die man auf den ersten Blick nicht sieht und die sich meistens in den Kellergewölben von unscheinbaren Blumengeschäften oder eben Burgerläden verstecken und wo man dementsprechend nur unter besonderen Bedingungen reinkommt. Aha – und wieder was dazu gelernt #yeah!

Nach unserem Frühstück im Hotel am nächsten Morgen (war jetzt nicht so der Knaller), sind wir erneut losgezogen um Amsterdam zu erforschen. Die vielen Geschäfte dort hatten einiges zu bieten. Ob Interior (genau mein Fetisch), Fashion oder einfach nur Kaffee und Kuchen. Allein dafür lohnt sich ein Besuch der Stadt. Freunde des guten Geschmacks kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten. Apropos Kosten – vom Preis Leistungsverhältnis her, fand ich Amsterdam auf jeden Fall in Ordnung. Klar, waren manche Dinge wie Essen gehen, oder einfach mal einen Latte Macchiato trinken etwas teurer, aber im Großen und Ganzen war es absolut ok und meine Kreditkartenabrechnung befand sich noch gerade so im dunkelgrünen Bereich.

Den Samstag verbrachten wir also mit schönen Dingen, wie durch die zahlreichen Läden bummeln, Café und Kuchen im Het Warenhuis, einer mehr oder weniger privaten tollen Grachtenfahrt mit 12 Personen auf einem kleinen Boot (Anbieter: KINboat), relaxen in verschiedenen Coffeeshops, Pizza essen und einem Besuch auf dem Bloemenmarkt wo ich mir dann am kommende Abreisetag noch ein riesen Bund marktfrische Tulpen kaufte und diese mit nach Hause nahm. Ich sags euch, der Qualitätsunterschied zu den typischen Lidl Tulpen? Absolut bemerkenswert (und ich finde die von Lidl halten und blühen schon super🌷).

Ansonsten zeigte Chris mir noch den typischen I Amsterdam Tourispot und die wunderschönen Gärten des Rijksmuseum, bevor wir dann auch Sonntagnachmittag schon wieder in den Zug Richtung Heimat stiegen. Die klassischen Attraktionen wie das Anne Frank Haus oder die Heineken Experience haben wir ausgelassen, beim nächsten Mal vielleicht. Diese 2 Tage sollten wirklich nur als chilliger Ausgleich dienen und so entspannt wie möglich sein. Alles in Allem war es ein wirklich WUNDERSCHÖNER Kurztrip und ein toller Ausgleich zum derzeitigen Alltag. Es war definitiv nicht unser letzter Amsterdambesuch und jeden Cent wert. Die Menschen dort waren einfach alle super entspannt und trotz des hohen Besucheraufkommens, herrschte absolut keine Hektik.

Von mir bekommt Amsterdam als Reiseziel eine riesen Empfehlung und 5 von 5 Sternchen im Travelcheck by Kimspiriert. In diesem Sinne, ja, Amsterdam ist schon ne ziemlich geile City und auf jeden Fall mindestens einen Besuch wert ♡

1 Comment

  1. 26. Mai 2017 / 07:43

    Ahh professionelle in fremde Häuser Guckern! Guten Tag liebste Kollegin, darin bin ich auch Profi, just love it!! Toller Beitrag. Spiegelt absolut das Amsterdam wieder, welches ich mal vor ewigkeiten kennenlernen durfte! Auch super geschrieben :*

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